Goldpreis-Entwicklung: Was führende Experten für 2017 erwarten

Wie geht es mit dem Goldpreis weiter? Im ersten Teil der großen BO-Experten-Umfrage sagen Ronald Stöferle (Incrementum AG), Dora Borbély (DZ Bank), Alexander Zumpfe (Heraeus) und Philipp Vorndran (Flossbach von Storch), warum der Goldpreis zuletzt so stark gesunken ist, wie weit er noch fallen kann – und wo der Preis für die Feinunze Gold Ende 2017 stehen könnte. Von Thomas Schmidtutz

Ronald Stöferle, Rohstoffanalyst bei Incrementum: „Wir stehen am Beginn eines neuen Bullenmarktes“

Der Goldpreis ist zuletzt arg unter Druck gekommen. Wie erklären Sie sich die jüngste Talfahrt?

In erster Linie hat dies mit dem extrem festen US-Dollar (der Dollar-Index markierte ein 14-Jahres-Hoch) und natürlich den stark gestiegenen Anleiherenditen und Aktienkursen zu tun. Dies bedeutet höhere Opportunitätskosten für das Halten von Gold und somit Gegenwind.

Die Angst vor einem Goldverbot in Indien sowie vor Einfuhrbeschränkungen in China kamen noch obendrauf. Auch der aufflammende konjunkturelle Optimismus im Zuge der Wahl Donald Trumps wirkten sicherlich belastend, da viele Anleger nun mit höherem Wachstum, steigenden Zinsen und einem noch stärkeren Dollar rechnen.

Jedoch sollte man die Kirche im Dorf lassen: Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um 10,3% gestiegen, auf Euro-Basis waren es sogar 12,9%. Dass nach dem rasanten Anstieg in der ersten Hälfte des Jahres eine Korrektur stattfinden würde, war auch ohne die jüngsten Ereignisse zu erwarten gewesen.

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